Sternenkarte

Mag sie für Laien unlesbar sein, für Hobbyastronomen und natürlich auch für Menschen, die Astronomie studiert haben, ist eine Sternenkarte unersetzlich und fester Bestandteil, wenn man die Gestirne in der Nacht beobachten will. Eine solche Karte benötigt man vor allem dann, wenn man sich an dem Himmelszelt orientieren und sich mit den Sternbildern auseinandersetzen will. Daneben werden auf derlei Karten auch die Sternhelligkeiten dargestellt. Dieser Umstand ist besonders wichtig, wenn man den Sternenhimmel nur mit dem bloßen Auge oder mit einem Teleskop, sei es privat oder von einer Forschungsinstitution getragen, absuchen will.

Sternkarten an sich können bereits auf eine lange Geschichte zurückblicken. Dadurch, dass sich Menschen schon vor der Antike an mit Sternen und ihrer Bedeutung für den Menschen und dessen Umwelt auseinandergesetzt haben und diese zum Teil als Erklärungsgrundlage für irdische Phänomene genutzt haben, haben sich die Menschen schon früh daran gemacht, solche Karten zu gestalten.

Die wohl bekannteste Karte aus der frühen Geschichte der Menschheit ist die Himmelsscheibe von Nebra. Auf dieser sind die dargestellten Sterne noch recht zufällig verteilt, aber man kann erkennen, dass sich die Menschen schon damals mit dieser Thematik auseinandergesetzt haben. Vor allem die Darstellung von Sternbildern, die früher von den Menschen entdeckt und vor allem in Verbindung mit mythischen und legendären Kausalitäten gebracht worden sind, stellen die ersten ernst zu nehmenden Darstellungen von Sternkarten dar.

Mitte des 16. Jahrhunderts wurden schließlich, auch dadurch, dass sich der wissenschaftliche Standard verändert hat und auch die Instrumente zur Beobachtung von Sternen verbessert worden sind, die ersten Sternenkarten gefertigt, die mit Gradnetzen und dem Versuch der richtigen Positionierung arbeiteten. Hier wurde auch nicht mehr nur die nördliche Hemisphäre abgebildet, sondern auch die südliche, was eine Sternenkarte zu einem sogenannten Sternenatlas macht. Mit der weiteren Verbesserung von Technologien ist es nunmehr heute möglich, auch fotografische Karten, die durch Teleskopaufnahmen hergestellt werden, zu veröffentlichen.

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